1. Rhöner Schinken- und Destillationsmarkt

Die Glockenspende von 1924

Die Brüder Theodor und Robert Stark haben sich durch ihre Spenden aus Amerika für die kirchlichen Einrichtungen in ihrem Geburtsort verdient gemacht. Im Mai 1924 sind die drei Glocken geweiht worden, die von Theodor Stark, ausgewandert nach Amerika, gestiftet wurden, als Ersatz für die im I. Weltkrieg konfiszierten Glocken. Schon vor dem Inflationsjahr 1923 hatte Theodor Stark die Kaufsumme gespendet, die wegen der schleppenden Geschäftsabwicklung durch die Inflation wertlos wurde. So hatte der großzügige Spender, Inhaber eines Bauunternehmens in Cedar Rapids, Bundesstaat Iowa, die gleiche erhebliche Summe noch einmal spenden müssen, damit die Glocken, die aus der Glockengießerei Otto in Hemmelingen bei Bremen gegossen worden waren, ausgeliefert werden konnten. Mit der Glockenweihe wurde der Spenderfamilie Stark die Patenschaft übertragen. Noch nicht 20 Jahre haben sich die Rasdorfer am Geläut dieser Glocken erfreuen können, denn wie schon ihre Vorgänger sind auch diese Opfer eines Krieges geworden.

Robert Stark hatte 1926 zur Verwirklichung der Schwesternstation 100 Dollar aus Amerika geschickt. Auch in den folgenden Jahren unterstützte er die Schwestern durch Brotspenden, die durch den Geisaer Bäcker Faber angeliefert wurden.               

Quelle: Schulchronik – Rasdorfer Geschichtsblatt Nr. 8/2002, Seite 14