1. Rhöner Schinken- und Destillationsmarkt

Ein Angerbauer auf Freiersfüßen

Es sind schon mehr als 80 Jahre her, als eines Sonntags ein Angerbauer mit seinem Sohn in ein Nachbardorf zog, um die Auserwählte seines Nachfolgers zu begutachten. Nachdem sie freundlich mit Kaffee und Kuchen bewirtet worden waren, legten die Eltern das Sparbuch ihrer Tochter vor. 1000,– Mark standen zu Buche, eine nicht unbedeutende Bargeldmitgift in jener Zeit.

Angetan von seiner zukünftigen Schwiegertochter und ihrem Sparbuch empfahl der Vater auf dem Heimweg seinem Sohn „De nemms de! 10.000,– Moark, do hos de uisgesorret!“.

Erst nach der Hochzeit stellte sich der Irrtum des Vaters heraus, der eine Null zu viel gesehen hatte. Die familiären Missstimmungen, die hierdurch entstanden waren, kamen jedoch bald wieder ins Lot und auch das harmonische Zusammenleben.

Quelle: Rasdorfer Geschichtsblatt Nr. 5/2000, Seite 13